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„Wir waren ein Startup mit 20.000 Beschäftigten“
Anlässlich unseres zehnjährigen Firmenjubiläums blicken wir mit insgesamt zehn Interviews von Kolleginnen und Kollegen auf die vergangene Dekade zurück. Sie beschreiben jeweils aus ihrer Perspektive die letzten zehn Jahre. Den Anfang macht Christian Korf.
Die Marke und das Unternehmen Apleona werden im Herbst zehn Jahre alt, auch wenn ihre Wurzeln tatsächlich in Teilen deutlich älter sind. Im Oktober 2016 verkündete CEO Dr. Jochen Keysberg auf der Immobilien- und Standortmesse Expo Real in München den damals neuen Namen der gesamten Immobilienbranche.
Christian Korf ist Chefjustiziar (General Counsel) und hat Apleona in dieser Funktion seit ihren Anfängen durch alle Entwicklungsphasen begleitet. Er war auch in der Gründungsphase sowie beim Verkauf an den ersten Eigentümer, EQT, eng involviert. Somit ist er der ideale Interviewpartner, um unsere Gesprächsreihe zum runden Geburtstag von Apleona zu eröffnen.
Wenn Sie zurückblicken, in welche Phasen würden Sie die Entwicklungsgeschichte von Apleona einteilen?
Unsere Unternehmensgeschichte reicht ja in Teilen deutlich weiter zurück als zehn Jahre. Der entscheidende Punkt war der Startschuss für die heutige Apleona auf der Expo 2016 mit der Verkündung des neuen Firmennamens. Seitdem können wir als unabhängiges Unternehmen mit starker Unterstützung durch die neuen Private-Equity-Eigentümer so richtig loslegen und viele unserer Ideen endlich umsetzen. Damals bezeichneten wir uns selbst als Start-up-Unternehmen mit 20.000 Beschäftigten. Es folgte eine Phase der Schärfung unseres Geschäftsmodells. Im Anschluss begann die Phase mit sehr starkem Wachstum und vielen Unternehmenskäufen, die im Jahr 2023 mit dem Kauf der damaligen Gegenbauer-Gruppe und der damit verbundenen Marktführerschaft in Deutschland ihren vorläufigen Höhepunkt erreichten. Jetzt, befinden wir uns in einer Phase des weiteren starken Wachstums mit Fokus auf ganz Europa und die Region EMEA sowie dem verstärktem Ausbau unserer Kompetenzen in den Bereichen Innovation, KI und Dekarbonisierung.
Was ist für Sie am bemerkenswertesten in den letzten 10 Jahren gewesen, persönlich?
Da fällt mir die Antwort leicht. Es sind die vielen tollen Menschen und engagierten Kolleginnen und Kollegen, mit denen wir zusammengearbeitet haben, um Apleona zu einem sehr spannenden Unternehmen weiterzuentwickeln.
Und fürs Unternehmen, was hätten Sie im Herbst 2016 sicher nicht mit dem Blick auf heute erwartet?
Angesichts des damals skizzierten, sehr ambitionierten Wachstumspfads war ich gelegentlich skeptisch, ob wir unsere jährlichen Ziele und Budgets zusammen mit unseren operativen Teams wirklich Jahr für Jahr erreichen würden. Heute sind wir jedoch mit einem Umsatz von mehr als 4,5 Mrd. unbestrittener Marktführer in Deutschland und zudem in ganz Europa erfolgreich. Der Plan ist tatsächlich aufgegangen und ich bin optimistisch, dass uns das auch weiterhin gelingen wird.
Auf was hätten Sie in den letzten 10 Jahren gern verzichtet?
Die Corona-Pandemie der Jahre 2021/22 war ein echter Einschnitt. Ich habe es sehr bewundert, wie wir es mit einem stringenten Management geschafft haben, wirtschaftlich vergleichsweise gut durch die Krise zu kommen und dabei auch unsere Kolleginnen und Kollegen zu schützen. Immerhin hat sich das Image des FM seit dieser Zeit, so jedenfalls meine Wahrnehmung, bei unseren Kunden und Investoren deutlich verbessert. Unsere Services als Krisenmanager waren damals sehr geschätzt und werden es bis heute, und in der Finanzwelt gilt das FM jetzt als sehr widerstandsfähig (resilient).
Welche Menschen haben Sie in den letzten 10 Jahren bei Apleona am meisten beeindruckt?
Eine Gruppe ist auf jeden Fall sehr erwähnenswert. Wir haben uns in den letzten zehn Jahren sehr professionalisiert – dank vieler junger, kluger Menschen, die gemeinsam mit uns erfahrene FM neu denken und vor allem in die Zukunft entwickeln. Das macht mir persönlich richtig viel Spaß.
Was macht Apleona in der FM-Branche besonders?
Wir sind sehr prozess- und lösungsorientiert. Geht mal was schief erfolgt eine gründliche Analyse, bei der Probleme aufgezeigt und anschließend nachhaltig gelöst werden. Das gelingt nicht immer, aber wir lernen jeden Tag dazu.
Wenn Sie 10 Jahre nach vorne schauen. Wo sehen Sie Apleona 2036?
Ich bin wirklich sehr gespannt, wie wir unsere Anziehungskraft als Arbeitgeber für unser weiteres starkes Wachstum noch steigern können. Und mit unseren KI-basierten Innovationen wollen wir natürlich Marktführer in Europa werden!